Was Spezialbegabung und Höchstleistung anzieht: Recruiting beim CERN
XLNTTLNT.net hat beim CERN in Genf nachgefragt, worauf dort bei Bewerbungen für wissenschaftliche Positionen besonders geachtet wird.
Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte und Kriterien der oft mehrstufigen Auswahlprozesse:
Junge Wissenschafter:innen in Fellowships, Student oder Doctoral programmes erhalten besonders strukturiertes Training, die Möglichkeit ihre Ergebnisse entsprechend zu publizieren und die Chance zur Teilnahme an globalen wissenschaftlichen Kooperationen. Für viele ist das die Basis für eine langjährige erfolgreiche Karriere an Universitäten, Forschungseinrichtungen oder Unternehmen.
Am CERN setzt man beim Recruiting auf wissenschaftliche Exzellenz, technische Fähigkeiten und Teamfähigkeit und bei jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftern besonders auf Motivation und Wissbegierde. Dabei kommt ein multidisziplinäres Auswahlkomitee zum Einsatz. Bewerberinnen und Bewerber können sich u.a. darauf einstellen, dass ihre Publikationen und Projektbeiträge reviewed werden, sie zu Präsentationen ihrer letzten Arbeiten eingeladen werden und Referenzen überprüft werden. Video-Interviews, Tests und die Lösung von Fallbeispielen gehören teilweise auch dazu.
Mit dem Auswahlkomitee diskutieren die Bewerberinnen und Bewerber auch ihre künftigen wissenschaftlichen Interessen und Vorhaben. Außerdem wird die Team- und Kollaborationsfähigkeit evaluiert. Denn die Arbeit erfolgt in diversen und multikulturell geprägten Teams. Fachliche Exzellenz ist die Basis, darüber hinaus sind die Offenheit das Wissen zu teilen, Teamfähigkeit, Neugier und die Fähigkeit zu kreativen Problemlösungen wichtig.
Wer aufgenommen ist, profitiert vom Mentoring durch erfahrene Wissenschafterinnen und Wissenschafter, Zugang zu Weiterbildung (technisch und persönlichkeitsbildend), wissenschaftlichen Konferenzen und Workshops.

CERN/Noemí Carabán González;
Foto: Sabine Greber-Maier 
Thomas Goiser
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Foto: Evelyne Werzowa
Thomas Goiser