„Von Bullshit zu Berührung“ – ein Mitmach-Buch für Veränderung
„Wir müssen wieder zulassen, einander echt zu begegnen – weniger moralische Pose, mehr berührbare Verantwortung. Das bedeutet: Mut zur Wahrheit, zur Vergebung und zu Beziehungen, die halten, wenn es heiß wird“, meint Bernhard Reingruber, der kürzlich sein Buch „Von Bullshit zu Berührung“ veröffentlicht hat.
Auf der Website finden sich auch Präsentationstermine (am 20.11. auch online) und Bestellmöglichkeiten.
Hier statt einer Buchvorstellung drei fokussierte Fragen an den Autor, Coach und Trainer, der sich auch als Vorsitzender des Social Entrepreneurship Network Austria engagiert.
Was ist deine besondere Begabung und wie wird sie im Buch sichtbar?
Ich sehe mich als Simultan-Dolmetsch zwischen Herz und Hirn. Im Buch wird das sichtbar durch den Kompass für echten Kontakt (Rechthaberei, Schein-Harmonie, Bullshit, Vollkontakt), den sieben Praktiken von Contactfulness und den Geschichten, in denen ich mich selbst zeige.
Was können speziell begabte Menschen aus deinem Buch mitnehmen, was gilt für sie vielleicht besonders?
Hochsensible, besonders reflektierte oder schnell denkende Menschen finden im Buch eine Einladung, nicht nur zu verstehen, sondern sich wirklich zu zeigen – mit Herz und Haltung. Ihre größte Herausforderung – echte Verbindung trotz innerer Komplexität – wird zur Praxis. Besonders Begabte denken schnell, sehen Muster früh – und landen dadurch leicht in Rechthaberei oder sozialer Reibung. Das Buch bietet Brücken: vom „Was“ ins „Wie“, vom Argument in die Beziehung, vom Beweisen ins Ver-Antworten. Es zeigt, wie man Tempo reguliert, Klarheit ohne Überfahren lebt, Scham/Angst als Schwellenemotionen nutzt und Preisgabe dosiert, damit Tiefe entsteht. Kurz: soziale Umsetzungskompetenz für Menschen mit kognitivem Vorsprung.
Wie wirken sich deine Tipps bei richtiger Umsetzung in Teams aus?
Teams, die Contactfulness praktizieren, tauschen Kontrolle gegen Vertrauen und Harmonie gegen echte Verbindung. Das verändert nicht nur die Kommunikation, sondern die Kultur – von Absicherung zu Aufbruch, von Reibung zu Verantwortung.

Stefan Beyersdorfer (Foto), Edition Platin (Cover)
Anna Stöcher / VISTA



Anna Stöcher / VISTA