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Ausgabe 19: Medienpioniere

In den Mailings und Seminaren nennen uns die die Mitarbeiter:innen des forum journalismus und medien wien (fjum) „Medienpioniere“.
Das fjum organisiert u.a. die Seminare und Weiterbildung  für Mediengründer:innen, die im Rahmen der Wiener Medieninitiative eine Förderung erhalten haben. Hier habe ich Bernhard Odehnal wieder getroffen, der sein regionales Medienprojekt „Zwischenbrücken“ gestartet hat – hauptberuflich, mit einem kompakten Team und tagesaktuell. Gewissermaßen gegensätzlich zu meinem Newsletter, der für mich ein „job enrichment“ bedeutet.

Was wir beide wollen: Journalismus weiter denken, neue Zielgruppen und Themen mit neuen Zugängen erreichen. Informieren, inspirieren, motivieren und auch unterhalten.
Sehr „nischig“ in meinem Fall, regional in seinem. Grund genug, ihm diesmal meine vier Fragen zu stellen.
Mögen Medien vielfältig sein wie Begabungen! Pioniergeist hilft in beiden Fällen.

Konferenz Future Education: Nachdenken in Graz von 1.-3. September

Future Education ist ein Forschungsnetzwerk an der Universität Graz.
Die FEC 2026 hat Forschende und Praktiker:innen eingeladen, innovative Beiträge aus den Bereichen Bildung, Lernen, Entwicklung und Unterricht einzureichen.
Noch vor Schulbeginn (in Österreich fällt dieser in diesem Jahr auf den 07. bzw. 14. September) treffen sich in Graz während der unterrichtsfreien Zeit, die manchmal von Lehrkräften auch Sommerferien genannt wird.

Im Rahmen der interdisziplinären Konferenz werden aktuelle wissenschaftliche Arbeiten vorgestellt, außerdem sollen gemeinsam neue Ansätze für die Bildung der Zukunft entwickelt werden.
Die Anmeldung (über ConfTool) ist bis 10. August möglich.

 

 

Medientipp: E-Book „Perfektionismus loslassen“

Ulrike Alt hat ein neues E-Book veröffentlicht, das hier erhältlich ist. Es richtet sich an Hochbegabte, denen „Lass doch einfach los“ noch nie geholfen hat.
Dort wo Perfektionismus Gründlichkeit und Zuverlässigkeit ermöglicht, kostet er oft auch Energie.

Wenig Energie braucht man für das kompakte E-Book, das in 11 Kapiteln rund 36 Seiten enthält. Die Autorin verspricht Techniken für sofortige Entlastung aus eigener Erfahrung und der täglichen Coaching-Praxis mit hochbegabten Menschen.

 

4 Fragen an … Bernhard Odehnal, Gründer des Online-Mediums „Zwischenbrücken“

Bernhard Odehnal stammt aus Wien, studierte Slawistik und arbeitete als Korrespondent für österreichische und Schweizer Medien in den Balkanländern und in Osteuropa. Zuletzt war er Mitglied des Investigativ-Teams beim Schweizer Medienkonzern „Tamedia“ in Zürich. Im Frühjahr 2025 gründete er in Wien ein lokales Online-Medium für den 2. und 20. Bezirk namens „Zwischenbrücken“. Im Mai 2026 erschien Zwischenbrücken auch als gedrucktes Magazin.  www.zwischenbruecken.at

Ab wann im Leben hast Du Deine Talente und Begabungen so richtig entfalten können? Was war dafür ausschlaggebend?

Odehnal: Ich bin mir keinerlei besonderer Begabung oder Talent bewusst. Deshalb wüsste ich auch nicht, was sich wann oder warum hätte entfalten können. 

Was hätten Deine Eltern (bzw. Lehrerinnen/Lehrer) über Dich früher wissen sollen?

Odehnal: „Manche Lehrer hassen Kinder prinzipiell. Bei dieser Disposition ist die Berufswahl originell“ (Aus dem Lied „Mittelschulkatheder“ von Christoph & Lollo. Die beiden gingen in dasselbe Wiener Gymnasium und hatten dieselben Lehrer wie ich. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen). 

Welche Fragen stellen sich für Dich – in Bezug auf Begabung – immer noch?

Odehnal: Was genau ist Begabung? Wie viel kann erlernt oder erarbeitet werden? Was ist vererbt und was in der Persönlichkeit angelegt? Ich weiß es einfach nicht.

Was möchtest Du zu dem Thema Begabungsförderung der Gesellschaft gerne weitergeben?

Odehnal: Dass es immer noch ein sehr kleiner Kreis von Menschen ist, der das Privilegium genießt, gezielt gefördert zu werden. Wer als Kind das Pech hat, aus der falschen Bevölkerungsschicht zu kommen, mit Eltern, die sich gar nicht um Talente kümmern können und wer dann in Wien oder einer anderen Großstadt in einer Mittelschule landet, dessen Begabungen werden mit großer Wahrscheinlichkeit nie entdeckt.