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Ausgabe 16: Neues aufbauen!

Bei den Editorials verwende ich immer gerne symbolische Bilder „aus dem Leben“. Das Bild heute stammt aus einer LEGO® Serious Play Session vom 1. Geburtstag des Education Lab in Wien. Wir hatten in der Gruppe einiges zu besprechen!

In der aktuellen Ausgabe heute finden sich wieder einige Tipps – und ein „4-Fragen“-Interview mit Theri Hornich, die eine außergewöhnliche Karriere macht uns ich in mehrfacher Form professionell mit Begabungen und ihrer Förderung beschäftigt.

Sehr erfreulich ist auch, dass uns der Bildungshub Wien nun auch auf die Website (und in den Newsletter) aufgenommen hat.

Schöne Frühlingswochen inzwischen – MACHEN WIR MEHR DARAUS!

Schweizer Begabungsförderungs-Kongress in Muttenz vom 03.-05.09.

Der Schweizer Kongress zur Begabungs- und Begabtenförderung findet heuer vom 3.-5. September unter dem Motto „Werte, Potenziale und Zukunftskompetenzen – Begabungsförderung im Wandel“. Am Campus Muttenz diskutieren Lehrkräfte, Bildungspraktiker*innen und Bildungsexpert*innen über Herausforderungen und Chancen einer zukunftsgerichteten Begabungs- und Begabtenförderung. Die Anmeldung ist bereits hier möglich.

Der Kongress wird mit den Kongresspartnern, dem Internationalen Centrum für Hochbegabung der Universität Münster (ICBF) und dem Österreichischen Zentrum für Begabtenförderung und Begabungsforschung (ÖZBF), durchgeführt.

Mensa-Begabungskoffer für Bildungseinrichtungen (DE)

Ein besonderes Projekt von Mensa in Deutschland für Schulen sind die Begabungskoffer. Dafür haben die Kinder- und Jugendorganisatoren von Mensa eine Auswahl an Spielen zusammengestellt, die pädagogischen Einrichtungen bei der Erkennung und Förderung von Begabungen behilflich sind. Gegen eine Kaution von 100 Euro können diese Begabungskoffer von Kindergärten und Grundschulen in Deutschland ausgeliehen werden – etwa für die Gestaltung von Projektwochen oder im regulären Unterricht. Die Koffer werden nach den individuellen bzw. altersgruppenspezifischen Anforderungen gepackt.

Ein Monat Vorlaufzeit wird empfohlen, die Ausleihdauer beträgt vier Wochen. Der Versand zur Einrichtung wird von Mensa übernommen, den Rückversand trägt die Einrichtung.

4 Fragen an … Theresa („Theri“) Hornich, ehemalige Eishockeytorhüterin und Psychologin

Theri Hornich ist ehemalige Eishockey-Torfrau auf internationalem Spitzenniveau und absolvierte zahlreiche Einsätze für das Österreichische Nationalteam, unter anderem bei Weltmeisterschaften und Olympiaqualifikationen. Parallel zu ihrer sportlichen Karriere absolvierte sie ein Studium der Sportwissenschaften und Psychologie. Heute führt sie eine eigene Praxis mit den Schwerpunkten Kinder-, Jugend- und Familienpsychologie sowie Sportpsychologie und begleitet Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung.
www.kjf-psychologie.at (demnächst online)

Ab wann im Leben hast Du Deine Talente und Begabungen so richtig entfalten können? Was war dafür ausschlaggebend?

Hornich: Meine sportlichen Talente konnte ich bereits als Kind entfalten – getragen von Spaß, Ehrgeiz und einem Umfeld, das sowohl Leistung als auch Entwicklung gezielt gefördert hat. Im Studium kam eine zweite Phase dazu, in der ich durch Selbstorganisation und die Freiheit, mich mit meinen Interessensgebieten zu beschäftigen, mein Potenzial weiterentwickeln konnte – besonders, weil ich meinen eigenen Weg gestalten und mich unabhängig von festen Strukturen selbst verwirklichen durfte.

Was hätten Deine Eltern (bzw. Lehrerinnen/Lehrer) über Dich früher wissen sollen?

Hornich: Dass Entwicklung nicht linear und für alle gleich verläuft. Außerdem, dass Stärken sehr unterschiedlich sein können und oft erst sichtbar werden, wenn man nicht ständig bewertet wird.

Welche Fragen stellen sich für Dich – in Bezug auf Begabung – immer noch?

Hornich: Wie viel von Begabung ist angelegt – und wie viel entsteht erst durch Gelegenheit und Umfeld? Und wie viele Talente bleiben unentdeckt, weil sie nicht ins klassische System passen?

Was möchtest Du zu dem Thema Begabungsförderung der Gesellschaft gerne weitergeben?

Hornich: Mehr Raum für Vielfalt statt Einheitsmaßstäbe: Menschen entfalten sich am besten dort, wo Fehler erlaubt sind und individuelle Stärken bewusst in den Mittelpunkt gestellt werden.