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Editorial zu Ausgabe 11: Wir starten ein Experiment

Eine Premiere in der Premiere – das 1. Community-Event, und dann gleich zum Thema Wissenschaftsvermittlung mit Schwerpunkt MINT. Das erwartet die Gäste, die sich anmelden, am 25. März im VISTA in Klosterneuburg. Siehe dazu die Story unten.

Ein weiterer Höhepunkt in dieser Ausgabe: Das Interview mit Daniel Oehry, Bildungsminister von Liechtenstein, über seinen persönlichen Zugang zu Begabung.

Danke fürs Weiterempfehlen, für Rückmeldungen – und bis bald, wieder in 2 Wochen!

“Education to go!“ – Podcast von Margrit Stamm

Margrit Stamm ist emeritierte Professorin für Pädagogische Psychologie und Erziehungswissenschaften an der Universität Fribourg-CH. In den Jahren 2024/25 hat die Erziehungswissenschafterin und Gründerin des Forschungsinstituts „Swiss Education“ in Aarau die Podcast-Reihe „Education to go“ herausgebracht.
Bis Mitte Mai gibt es nun laut ihrer Website eine „konstruktive Pause“.
Also bleibt Zeit, die 18 Folgen, die von Dominic Dillier produziert wurde nachzuhören – hörenswerte Inhalte für alle Generationen.

1. Community-Event am 25.03.: XLNTTLNT.net goes VISTA

Am Mittwoch, 25.03., laden wir die Community zu einem gemeinsamen Besuch des VISTA Science Experience Center am Institute of Science and Technologie Austria (ISTA) in Klosterneuburg.
Das VISTA wurde Anfang Oktober des Vorjahres eröffnet und bietet vielfältige Möglichkeiten der Wissenschaftsvermittlung. Weitere Infos und Link zum VISTA-Newsletter:  https://www.vistascience.at/

Wir erleben eine exklusive Präsentation und Führung durch VISTA-Leitung Christian BERTSCH und sein sehr engagiertes Team – über die regulären Öffnungszeiten hinaus.Beginn: Pünktlich um 17:00 Uhr; Ende ca. 18:30 Uhr

Das VISTA Science Experience Center ist für Familien und Schulklassen geeignet und sehr empfohlen.
Die Veranstaltung am 25.03. richtet sich inhaltlich ausschließlich an Erwachsene.

Die Teilnahme ist nach Anmeldung an redaktion@xlnttlnt.net kostenlos. ANMELDEFRIST: 17.03.

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Ab Wien Heiligenstadt (U4) Buslinie 400; Empfehlung BUS 142 ab Wien Heiligenstadt um 15:57 nach Maria Gugging IST Austria Rückfahrt: z.B. BUS 142 ab Maria Gugging IST Austria um 18:58
ACHTUNG: Die Strecke ist außerhalb der „Kernzone 100“ – Bustickets sind selbst zu bezahlen. Das Parkhaus am ISTA steht ihnen kostenlos zur Verfügung.

6. März: Wissenschafterin des Jahres Francesca Ferlaino in Wien – Event anlässlich des Weltfrauentags

Am 11. Februar war Internationaler Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft. Er wurde 2015 von der UNO ins Leben gerufen und soll an die entscheidende Rolle erinnern, die Mädchen und Frauen in Wissenschaft und Technologie spielen.
Hier gibt es dazu u.a. ein aktuelles Statement mit der Wissenschafterin des Jahres in Österreich, der Quantenphysikerin Francesca Ferlaino: ORF Science, auch zum Nachhören.

Am 6. März 2026  ist Ferlaino dann an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien gemeinsam mit der Historikerin und Afrikanistin Anaïs Angelo zu sehen. Ferlainos Thema lautet: Europe’s Quantum Future: Science, Talent and the Power of Inclusion“.
Für die Veranstaltung unter dem Generalthema „Different minds, better science!“ kann man sich hier anmelden (Teilnahme vor Ort oder online möglich).
Die Aufzeichnung wird danach auf dem Youtube-Kanal der ÖAW abrufbar sein.

4 Fragen an … Daniel Oehry, Bildungsminister des Fürstentums Liechtenstein

Daniel Oehry (*1971) ist seit April 2025 Regierungsmitglied des Fürstentums Liechtenstein und leitet das Ministerium für Infrastruktur und Bildung.
Er absolvierte eine Lehre als Maschinenzeichner bei der Hilti AG in Schaan und ein berufsbegleitendes Maschinenbaustudium (Dipl. Ing. FH) an der FH Liechtenstein. Vor seiner Tätigkeit als Regierungsrat war Oehry Projektleiter in der Personalabteilung bei der Hilti AG.

Ab wann im Leben haben Sie Ihre Talente und Begabungen so richtig entfalten können? Was war dafür ausschlaggebend?
Oehry: Das eine wichtige Grundlage war stets machen-lassen. Wenn man uns Jungs mit einem Fahrrad, einer alten Motorsäge und Werkzeug einfach machen liess, so liess das selbergebaute Moped nicht lange auf sich warten. Die andere war an-einen-glauben. Gerade in der Lehre durfte ich dieses Vertrauen erfahren, als ich im Sondermaschinenbau mit selbständiger Lösungsfindung beauftragt wurde.

Was hätten Ihre Eltern (bzw. Lehrerinnen/Lehrer) über Sie früher wissen sollen?
Oehry: Die Frage ist, ob es – insbesondere vor dem damals bestehenden System und seinen kaum bestehenden Freiheiten zur individuellen Förderung – einen Unterschied gemacht hätte, aber die Erkenntnis, dass insbesondere in Bereichen, in denen ich mich schwertue, mir der Zugang über die Praxis sehr hilft, hätte helfen können. So waren Sprachen nie meins, weder Deutsch noch Französisch. Als ich dann im Beruf eine praktische Anwendung für Englisch hatte, machte ich plötzlich überraschende Fortschritte.

Welche Fragen stellen sich für Sie – in Bezug auf Begabung – immer noch?
Oehry: Selbstverständlich bin ich immer noch gespannt, wo in mir noch Begabungen liegen, derer ich mir nicht bewusst bin, weil ich sie noch nie einsetzen musste. Und in diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage, als Privatperson und als Bildungsminister, wie erkennt man bei sich und bei anderen Begabungen, ohne auf einen dieser Zufälle warten zu müssen, der eine davon freilegt. Es würde mich beispielsweise freuen, zu erkennen, dass ich eigentlich ein toller Fotograf bin.

Was möchten Sie zu dem Thema Begabungsförderung der Gesellschaft gerne weitergeben?
Oehry: Der Versuch der Ausmerzung von Schwächen nimmt bei uns immer noch mehr Raum ein als die Förderung der Stärken. Eine solide Grundausbildung über alle Fächer und Themen hinweg, als gemeinsame Ausgangsbasis, ist wichtig. Ab einem gewissen Zeitpunkt sollten wir aber der individuellen Begabung mehr Platz zur Entfaltung einräumen. Darin, so bin ich überzeugt, liegt noch massives Potential, sowohl für jeden einzelnen als auch für Gesellschaft und Wirtschaft.