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Portrait Dr. Roman Szeliga - Foto von Thomas Lerch

4 Fragen an … Roman Szeliga, Arzt und Manager, Moderator, Seminarleiter, Vortragender und Autor

Dr. Roman Szeliga, der Key-Note Speaker und Trainer voller Empathie, Kreativität und Kompetenz.
Er begeistert seit Jahren seine Kunden mit kreativen Ideen, mitreißenden Vorträgen und Seminaren. Pointiert zeigt er Ihnen, wie Sie mit viel Leichtigkeit und Kreativität besser kommunizieren, erfolgreicher verkaufen und mit viel Motivation durchs (Berufs-) Leben gehen.

Er ist Arzt und Manager, Moderator, Seminarleiter, Vortragender und Autor. Die Klammer, die all das zusammenhält, ist der Humor: als soziale Kompetenz, die in der Lage ist, Menschen zu motivieren, mitzureißen und zu führen. Davon konnte Roman Szeliga in Vorträgen, Seminaren und Moderationen schon mehr als 350 führende Unternehmen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum überzeugen.
Auszeichnungen: Krisenmanager des Jahres 2021 im Bereich Kommunikation; Mitglied der „Hall of Fame“ & Dozent der GSA, Award für den “Top Speaker of the Year”, Preisträger des „Launeus Awards“

Ab wann im Leben haben Sie Ihre Talente und Begabungen so richtig entfalten können?
Ich habe schon in der Schule gespürt, dass Humor wie ein geheimer Zauberschlüssel wirkt. Ein Witz, eine coole, freche Schmunzel Aktion und plötzlich wurde aus einer angespannten Situation in der Klasse ein verbindendes Erlebnis voller Leichtigkeit. Doch der wahre Wendepunkt kam mit den Cliniclowns: Dort habe ich als Pionier dieses wunderbaren Projekts hautnah erlebt, wie ein Lachen sogar in den schwersten Stunden Hoffnung schenken kann. Von da an wusste ich: Humor ist mehr als ein nettes Extra, er ist ein Lebenselixier. Und genau in diesem Moment begann meine eigentliche Entfaltung und Weiterentwicklung im Bereich emotional Skills.

Was hätten Ihre Eltern oder Lehrerinnen/Lehrer früher über Sie wissen sollen?

Meine Eltern sind leider sehr früh verstorben, mein Vater zB. wie ich 7 Jahre alt war und vielleicht hätten sie nie geahnt, dass meine größte Stärke darin liegt, Freude auf verschiedene Ebenen und das mit Leidenschaft zu verbreiten. Aber diese Fähigkeit war immer da. Sie zeigte sich, als ich als unterhaltsamer Zauberkünstler mein Medizinstudium finanzierte. Sie war spürbar, wenn ich als Arzt Patientinnen und Patienten nicht nur Medikamente verschrieb, sondern auch ein Lächeln verordnete. Und sie begleitet mich heute, wenn ich als Redner Menschen zum Staunen, Nachdenken und eben auch zum Lachen bringe.
Natürlich: Humor wurde immer wieder in Frage gestellt. Was darf er? Was kann er?  Was macht er mit mir selbst? Aber genau diese Herausforderungen haben mich gelehrt, dass Humor keine oberflächliche Belustigung ist, sondern eine Brücke zwischen Menschen.

Welche Fragen stellen sich für Sie – in Bezug auf Begabung – immer noch?

Immer wieder frage ich mich: Warum dürfen Menschen, gerade Kinder und Jugendliche nicht einfach das tun, was sie wirklich erfüllt? Wir zwingen Kinder ins Klavierspiel, obwohl ihr Herz vielleicht für Graffiti schlägt. Wir schicken sie zum Ballett, während sie eigentlich Papierflieger-Meister werden wollen. Wäre es nicht viel weiser, hinzuhören? Hinzuschauen? Und zu erkennen, wo jemand wirklich aufblüht? Begabung heißt für mich: der Spur des Herzens zu folgen, auch wenn diese Spur manchmal bunt, wild und unkonventionell ist.

Was möchten Sie zu dem Thema Begabungsförderung der Gesellschaft gerne weitergeben?

Drei Botschaften brennen mir am Herzen:
Vielfalt feiern. Wir brauchen keine Einheitskost, sondern ein Buffet an Talenten. Ob Mathematik, Musik, Maultrommel spielen oder Menschen zum Lachen bringen, alles hat seinen Wert.
Das Herz lauter machen. Wir müssen lernen, weniger auf die Normen und mehr auf die Leidenschaften zu hören. Wenn das Herz jubelt, entstehen Wunder.
Humor als Treibstoff. Humor schenkt uns Vertrauen, öffnet Türen und macht Lernen leichter. Lachen ist wie Sauerstoff für die Seele und genau dieser Atem verleiht Begabungen Flügel.

Digitale Drehtür: In Österreichs Schulen angekommen

Die Digitale Drehtür wird seit dem Sommersemester 2025 österreichweit in ausgewählten Schulen angeboten und aktuell ausgebaut. Hier haben Schülerinnen und Schüler (nach dem in der Begabungs- und Begabtenförderung etablierten Drehtürmodell) die Möglichkeit, sich zeitweise „aus dem Unterricht herauszudrehen“ und individuelle Programme auf einer pädagogisch kuratierten Online-Plattform zu besuchen.
Das Angebot umfasst alle Schulstufen von der 1.-12. Schulstufe. Rund 370 Schulen (darunter sehr viele Volksschulen) nehmen aktuell teil, die Bundesländer Oberösterreich und die Steiermark sind führend bei der Umsetzung. Derzeit sind etwa 1.000 Schülerinnen und Schüler angemeldet und aktiv. Das Programm kann ausgebaut werden.

Das Österreichische Zentrum für Begabtenförderung und Begabungsforschung (ÖZBF) an der Pädagogischen Hochschule Salzburg ist die Schnittstelle für die Koordination mit dem Landesinstitut für Schule – Vernetzungsstelle Begabungsförderung Bremen, von dem die Digitale Drehtür entwickelt wurde, den Bildungsdirektionen und dem Bildungsministerium, das die Umsetzung in Österreich finanziert.
Außerdem forscht das Team von ÖZBF-Leiterin Claudia Resch begleitend zum Programm. Die Nominierung von Schulen erfolgt in Österreich über die Bildungsdirektionen in den Bundesländern. Schulen müssen über Lehrkräfte verfügen, die sich als Ansprechpersonen vor Ort besonders um das Thema kümmern und über ein Commitment im Kollegium.

Kontakt und Linkssammlung (ÖZBF): https://phsalzburg.at/oezbf/foerdermethoden-oezbf
Digitale Drehtür (Website aus Bremen): https://www.digitale-drehtuer-campus.de/explore

EDITORIAL zu Ausgabe 02: Warum gibt es XLNTTLNT.net?

Diese Frage bekomme ich als Gründer immer wieder gestellt. Nun, ganz einfach: Ich möchte den Diskurs über die Förderung von Talenten und Begabungen im deutschsprachigen Raum fördern, verstärken, vernetzen und sachlich gestalten.

Diese Ausgabe bringt ein paar Highlights, die das gut illustrieren: Im Interview-Format „4 Fragen an …“ ist diesmal Roman Szeliga zu lesen. Der Cliniclown der 1. Stunde und gefragte Speaker und Autor gibt uns hier sehr persönliche Einblicke – eine große Empfehlung!
Außerdem gibt’s Neuigkeiten zur Idee der „Studienstiftung des Ostens“ in Deutschland und die Einführung der „Digitalen Drehtür“ in Österreich.

Wer den Newsletter abonniert, zeigt, dass ihr/ihm das Thema auch wichtig ist – für einen selbst und das persönliche oder professionelle Umfeld.
Du kannst das Projekt XLNTTLNT.net unterstützen, indem du darüber redest, Inhalte aus dem Newsletter teilst (Buttons in jeder Story) und mir auch Feedback gibst.
Auch Ideen für weitere Stories sind willkommen, sei es von Privatpersonen, Unternehmen oder Institutionen. Und wenn Du selbst etwas beitragen willst, freue ich mich über Themenvorschläge.

Danke fürs Dabeisein, alles Gute und hoffentlich Inspiration und neue Impulse mit der 2. Ausgabe!

Thomas Goiser

Medientipp: Radioigel und IgelTV

Radioigel ist das Bildungsradio, IgelTV das CampusTV der Pädagogischen Hochschule Steiermark (PHSt). Hier können Lehramtsstudierende, Lehrer:innen und Schüler:innen aus Lernzielen Geschichten formen und diese in einem professionellen Studio zu Beiträgen gestalten. Mehrere Partnerschulen produzieren und liefern hochwertigen Content.

Einige Folgen behandeln das Thema Begabungs- und Begabtenförderung, sie sind leicht zu finden über das Stichwort „PHSt begabt“ https://radioigel.at/category/phst-begabt/ .
Empfehlenswert ist auch die – sehr nachdenklich machende – Folge mit DDr. Manfred Spitzer zum Thema „Naturerleben“ aus dem Frühjahr 2025.