Studienstiftung des Ostens soll die hellsten Köpfe Ostdeutschlands fördern
Auch 35 Jahre nach der deutschen Einheit erreichen die aktuell 13 etablierten Begabtenförderwerke den Osten Deutschlands kaum. Ostdeutsche sind in vielen Nachwuchsnetzwerken unterrepräsentiert – einer der Gründe, warum nur wenig Top-Führungskräfte aus Ostdeutschland kommen. In der Verwaltung kommen nur rund 13 Prozent der Führungskräfte aus Ostdeutschland. In der Wirtschaft ist diese Zahl zuletzt auf 4 Prozent gesunken. Zum Vergleich: Der Anteil der Ostdeutschen an der deutschen Bevölkerung liegt bei 20 Prozent. (Quelle: Elitenmonitor September 2025)
Eine private Initiative von Beatrice von Braunschweig, Richard Künzel und Uli Prantz https://studienstiftung-des-ostens.de/team möchte das ändern: Nach dem Vorbild des Elitenetzwerks Bayern sollen die fünf ostdeutschen Bundesländer (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg) eine gemeinsame Nachwuchsförderung einrichten. Dieses zusätzliche Begabtenförderungswerk soll Stipendien an Studierende und Meisterschüler vergeben. Es soll die Stipendiaten finanziell und ideell fördern und Zugang zu berufsrelevanten Netzwerken verschaffen.
Prominente Persönlichkeiten unterstützen das Anliegen bereits. Darunter sind Christiane Lieberknecht (Ministerpräsidentin Thüringen a. D.), Achim Oelgarth (Ostdeutscher Bankenverband) und Prof. Dr. Cornelia Woll (Hertie School Berlin). Aktuell laufen Gespräche mit den Landesregierungen, im Herbst 2025 soll ein Förderverein für die Studienstiftung des Ostens gegründet werden.



