Popperschule: Ein langjähriger, gelungener Versuch
Bereits 1998 gegründet, ist die Sir Karl Popper Schule für Hochbegabte als Teil des Wiedner Gymnasiums in Wien im rechtlichen Sinn nach wie vor ein Schulversuch. Das ermöglichte dem Team die laufende und flexible Anpassung des Angebots. Laufend würden pädagogische Feinheiten justiert, erzählt Direktor Edwin Scheiber. „Wir legen besonderen Wert auf personenorientierten und differenzierten Unterricht. Jeder Schulstandort kann davon profitieren, wenn man sich mit dem Thema Begabungsförderung stärker beschäftigt.“
Die Schule ist auf die Sekundarstufe beschränkt (9.-12. Schulstufe). Pro Jahr werden 48 Kinder aufgenommen, insgesamt besuchen rund 190 Kids die Schule. Potenzial gäbe es wohl für mehr als eine derartige Schule in Österreich. Aktuell ist der Einzugsbereich de facto auf Ostösterreich beschränkt.
Eine Besonderheit ist ein höherer Anteil jüngerer Schülerinnen und Schüler, als es der Klassenstufe entsprechen würde. Rund ein Drittel haben bereits davor eine Klasse übersprungen. Vereinzelt finden sich auch 12jährige in der 5. Klasse.
Schüler:innen und Eltern wirken im „Popperforum“ mit, aus den Anregungen daraus wurde u.a. das Fach „Kommunikation & Sozialkompetenz“ entwickelt. „Auch die Formen der Beteiligung entwickeln wir laufend weiter. Künftig sollen eher Open Space Veranstaltungen die Weiterentwicklung der Schule begleiten“, erklärt Scheiber.
Ein Teil der mittlerweile rund 800 Alumni ist in einem eigenen Verein organisiert, was auch den generationenübergreifenden Austausch ermöglicht.
Für das aufwändige Aufnahmeverfahren bewerben sich übrigens mehr Burschen als Mädchen, allerdings ist das Geschlechterverhältnis dann in den Klassen ausgeglichen.
Die Bewerbungsfrist für 2026/27 endet am 21. Februar. www.popperschule.at

Stefan Bauer / www.popperschule.at 



Zoe Opratko

Zoe Opratko