Medientipp: Podcast „Aktiv Zugehört“ – Veränderungsperspektive*2

Coaching-Akademie-Gründer Timo Schlage und Psychotherapeutin Frauke Niehues bringen im gemeinsamen Podcast „Aktiv Zugehört“ (hier der Link zu Spotify) ihre Perspektiven in den Dialog miteinander.
Ihr gemeinsames (kostenloses) Angebot richtet sich an erfahrene Therapeuten und Coaches, angehende Coaches sowie Menschen, die neue Impulse für ihre eigene Entwicklung suchen. Aktuell (April 2026) sind über ein Dutzend Folgen online, darunter einige auch mit externen Gästen wie etwa Maja Storch und Gerald Hüther.

Medientipp: Back to … human – mit Inspirationsgarantie

Das Magazin „human“ von Rebekka Reinhard und Thomas Vašek ist eine Medienplattform an der Schnittstelle von Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft.
Von München aus erscheint unter dieser Marke einerseits ein Magazin (heuer für Ende Mai und Ende November geplant), Digital White Papers, regelmäßige Newsletter (Grüße aus Wien!); außerdem werden Events veranstaltet.
„Don’t be a bot“ heißt es programmatisch auf der Website, und oft genug ist AI ein Thema. Aber nicht nur.

Das neue White Paper unter dem Titel „INTELLIGENCE: WHAT EUROPE NEEDS TO KNOW” umfasst rund 200 Seiten und ist auf Deutsch und Englisch am 17. März erschienen – abrufbar via  https://human-magazin.de

Reden wir über Hochbegabung, aber wie? – Mit dem Wörterbuch!

Von AD(H)S bis „Zone nächster Entwicklung“: Das Wörterbuch der Hochbegabung erklärt die gängigen Begriffe anschaulich und liefert den Überblick.
Ein Gesamt-PDF der 2. Auflage ist hier verfügbar. Darüber hinaus gibt es auch eine Online-Version in DEUTSCH und ENGLISCH.

Der Fokus liegt zwar auf Schule, aber im Sinn des „lebenslangen Lernens“ finden auch Personen, die nicht im Bildungssystem arbeiten, hier spannende (Er)Klärungen. Fazit: Praktisch und nützlich!

 

 

“Education to go!“ – Podcast von Margrit Stamm

Margrit Stamm ist emeritierte Professorin für Pädagogische Psychologie und Erziehungswissenschaften an der Universität Fribourg-CH. In den Jahren 2024/25 hat die Erziehungswissenschafterin und Gründerin des Forschungsinstituts „Swiss Education“ in Aarau die Podcast-Reihe „Education to go“ herausgebracht.
Bis Mitte Mai gibt es nun laut ihrer Website eine „konstruktive Pause“.
Also bleibt Zeit, die 18 Folgen, die von Dominic Dillier produziert wurde nachzuhören – hörenswerte Inhalte für alle Generationen.

„Erfülltes Leben“ von Schulz von Thun: Kompakt und wirkmächtig

Wenn man den Namen „Friedemann Schulz von Thun“ hört, klingelt es in der Regel in den vier Ohren (bestens bekannt aus der Bestseller-Reihe „Miteinander reden“). „Erfülltes Leben“ ist bereits 2021 bei Hanser erschienen (2023 dann als Taschenbuch bei Goldmann). Es ist kein Buch über die Pandemie, aber sein Entstehen hängt damit zusammen.

Das Buch spricht gleichermaßen Menschen an, die sich auf der Suche nach Selbsterkenntnis befinden – unabhängig von Alter oder Lebensphase –, wie auch Fachkräfte im Coaching. In fünf Bereichen – Wunscherfüllung, Sinnerfüllung, Biografische Erfüllung, Daseinserfüllung und Selbsterfüllung – führt Schulz von Thun uns durch seine Überlegungen und flechtet gekonnt weitere Modelle ein. Immer wieder erwähnt er biographische Episoden und wie er sie jetzt sieht. Das macht einen weiteren besonderen Reiz aus. Man merkt, dass hier ein starkes und erfahrenes inneres Team am Werk war.

Fazit: Ein kleines, aber wirkmächtiges Buch für ein grundlegendes Thema – und eine Empfehlung um den Preis von etwa einem Mittagsmenü (je nach Land, Region und Steuersatz).

Medientipp: ZIMT für psychische Gesundheit – Gründerin Karina Grünauer im Interview

ZIMT ist ein unabhängiges Online-Magazin über die Psyche, mit dem Ziel, psychische Gesundheit in den Mittelpunkt junger Menschen zu bringen. Das Projekt wurde (ebenso wie XLNTTLNT.net) im Rahmen der Wiener Medieninitiative gefördert.
Ein Gespräch mit Karina Grünauer, die gemeinsam mit gemeinsam mit Jana Reininger da Rosa ZIMT gegründet hat. Und eine Empfehlung!

Inwieweit seht ihr euch als Online- bzw. als Printmagazin?

Karina Grünauer: Wir haben als Onlinemagazin mit starker Social-Media-Präsenz gestartet, aber eigentlich war unser Ansatz von Anfang an: Wie erreichen wir unsere Zielgruppe über möglichst viele Kanäle? Gerade Menschen mit psychischen Erkrankungen empfinden dieses ständige Online-Sein oft als überfordernd. Deshalb haben wir 2024 unser Printmagazin ins Leben gerufen – mit weitestgehend zeitunkritischen Themen, vielen Long Reads, die man in Ruhe auf der Couch, im Bett oder in der Badewanne lesen kann, ohne Ablenkung. Das Heft erscheint halbjährlich.
Wem dieser Turnus zu lang ist, der findet ein- bis zweiwöchentlich neue Geschichten online. Wir arbeiten dort in Schwerpunkten: Zu jedem Thema gibt es mindestens ein Porträt oder eine Erfahrungsgeschichte, eine größere Recherche, die gesellschaftliche Zusammenhänge kritisch hinterfragt, sowie einen Meinungsbeitrag – zum Beispiel ein Expert:inneninterview. Wir verstehen uns also als beides: Print und Online ergänzen sich bei uns.

Wie wichtig ist der Newsletter unter euren Produkten?

KG: Sehr wichtig. Die zweiwöchentliche Newsletterkolumne ist für uns ein direkter Draht zu unseren Leser:innen. Darüber können wir gezielt Themen setzen, die sie und uns gerade beschäftigen, teilen Lese- oder Hörempfehlungen zu psychologischen Themen und bleiben im Austausch.
Exklusiv für Abonnent:innen haben wir zusätzliche Formate – etwa eine persönliche Kolumne von Erfahrungsexpert:innen oder direkte Einblicke in die Psychotherapie. Das Angebot variiert, aber der Hauptnewsletter von der Redaktion bleibt konstant.
Der Newsletter ist auch deshalb strategisch wichtig, weil wir alle nicht wissen, wie sich Big Tech weiterentwickeln wird. Mit kritischen Beiträgen könnten wir eines Tages in sozialen Medien gar nicht mehr ausgespielt werden. Der Newsletter gibt uns Unabhängigkeit.

Was können Menschen, die sich für Begabungs- und Talenteförderung interessieren, von ZIMT mitnehmen?

Karina Grünauer: Bei uns gibt es nicht nur Schreibtalente, sondern auch „Erfahrungstalente“. Im Rahmen der ZIMT Recherchewerkstatt unterstützen wir vor allem Menschen mit psychischen Erkrankungen dabei, erste journalistische Schreiberfahrung zu sammeln.
Ungefähr quartalsweise treffen wir uns physisch. Dort pitchen uns die Teilnehmenden Themen, die sie als Betroffene oder Angehörige beschäftigen und in die sie sich journalistisch vertiefen wollen. Wir helfen bei der Themenausarbeitung, Recherche, Verschriftlichung und ersten Publikation. Die besten Geschichten schaffen es sogar in die Printausgabe.
Unser Ansatz: Ein Talent hat jeder, man muss sich nur die Zeit nehmen, es zu finden.

Ein ZIMTMAGAZIN-Abo bzw. der Versand nach Deutschland, in die Schweiz, nach Italien oder Liechtenstein – zu welchen Konditionen ist das möglich?

KG: Da wir deutschsprachig sind, fokussieren wir uns auf den D-A-CH-Raum. Wir sind ein sehr kleines Team, und der Vertrieb in viele verschiedene Regionen bindet unverhältnismäßig viele Ressourcen. Unser Fokus liegt daher auf Deutschland und Österreich – auch wegen des Euro, das macht Abrechnung und Steuern einfacher. In die Schweiz versenden wir aber auch.
Bei den Versandkosten sind wir leider den horrenden Gebühren der österreichischen Post ausgeliefert, gerade weil unser Heft knapp 100 Seiten stark ist: Österreich kostet 3,10 Euro, Deutschland 6,50 Euro, Schweiz 8,20 Euro. Das landet nicht bei uns, das verlangt die Post. Im Jahresabo übernehmen wir aber die Versandkosten für unsere Abonnent:innen.

Kennt ihr vergleichbare Angebote aus diesen Ländern? Was unterscheidet euch?

Karina Grünauer: Es gibt teilweise Magazine, die sich mit Psychologie oder Achtsamkeit beschäftigen, wobei es gerade bei Letzterem einen Rückgang gibt. Aber: Wir sind das einzige Magazin im deutschsprachigen Raum, das gezielt eine junge Zielgruppe anspricht und die Themen möglichst optisch ansprechend und barrierearm aufbereitet – damit nicht nur Menschen mit Studium Zugang zu diesen Inhalten haben.
Psychische Belastungen und Erkrankungen betreffen praktisch alle Menschen, wenn man nahestehende Personen miteinbezieht, unabhängig von Geschlecht, Herkunft und Bildungsgrad. Das wollen wir mit unserem Magazin vermitteln.

Lesen/nutzen ZIMT eher „Betroffene“/Angehörige/Therapeut:innen/sonstige Interessierte? Gibt es dazu Daten?

KG: Es ist recht ausgewogen. Social Media nutzen vor allem Betroffene, das Magazin – ob online oder print – erreicht alle Gruppen ungefähr gleich stark. Bei Print bekommen wir besonders viel positives Feedback aus den Reihen der Profis: wie gut aufbereitet die Themen sind, wie fundiert die Recherchen.
Im Zeitschriftenregal sticht ZIMT ohnehin ins Auge – durch das außergewöhnliche Format und Papier. Das spricht alle an: Betroffene, Angehörige, Professionelle.

Habt ihr Angebote für Schulen?

KG: Daran arbeiten wir gerade. Im vergangenen Jahr haben wir speziell für Menschen mit psychischen Erkrankungen in Zusammenarbeit mit pro mente Workshops angeboten – rund um Mediennutzung und Media Literacy. Heuer möchten wir das gerne ausbauen.
Die Entwicklungen um KI, News Bombing und Desinformation sind extrem und haben starken Einfluss auf die Psyche. Da möchten wir unterstützen und aufklären.

Was plant ihr für 2026? Auch Offline-Formate?

KG: Wie erwähnt möchten wir den Workshopbereich ausbauen. Wir brauchen unbedingt einen gesünderen Umgang mit den Entwicklungen in unserer Gesellschaft – immer mehr Menschen halten das nur schwer aus, erkranken regelrecht an den Systemen. Da möchten wir aufklären und die Brücke sein zu Entstigmatisierung und entsprechenden Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten.
Die massiven Kürzungen im österreichischen Sozialbudget, insbesondere in Wien, sind auch bei uns angekommen. Wir versuchen gegenzusteuern, sind aber gleichzeitig auf finanzielle Unterstützer:innen angewiesen, um unsere Arbeit aufrechterhalten zu können. Deshalb sind wir auch Teil der Bewegung zum gemeinwohlorientierten Journalismus in Österreich.
Außerdem planen wir weitere Veranstaltungen und Moderationen – Offlineformate, in denen wir über die Psyche sprechen. Das Jahr ist noch jung, wir haben viel vor. Aber wir schauen auch, was auf uns zukommt, und bleiben flexibel.

Vielen Dank und alles Gute!

Preis für vorbildliche Ansätze für individuelle Förderung an Schulen in Deutschland

Preisgelder in Höhe von 250.000 Euro warten auf Einreichungen beim Hob-Preis der Stiftung Kinderförderung von Playmobil. Bewerben können sich alle Regel- und Förderschulen der Klassen 1 bis 4 in Deutschland.
Frist: 15. Februar 2026.

Die Teilnahme ist kostenlos. Schulen reichen eine textliche Beschreibung ihres Beitrags sowie eine Bilddokumentation von Unterrichtsmaterialien oder Praxisbeispielen ein. Einsendeschluss ist der Alle Informationen zum Wettbewerb sind hier abrufbar.

Medientipp: Video-Dialogpodcast Talking about Talent

Barbara Saring aus München und Katja Higatzberger aus Mödling betreiben den Video-Podcast „Talking about Talent“. Im Dialog miteinander besprechen und beschreiben sie in kompakten Folgen von bis zu 15 Minuten immer wieder einmal unterschiedliche Themen im Zusammenhang mit Hochbegabung.
Die Konzepte, Modelle und Phänomene sind vor allem für Bildungs- und Erziehungswesen interessant, aber auch Ältere können davon profitieren.
Mit Dezember 2025 sind 15 Folgen online – hier auf YouTube sowie als übersichtlicher Linktree.

 

Digitale Advent(s)kalender

Pünktlich zum Adventsbeginn: Die Website BEGABUNGSLOTSE aus Deutschland hat eine Sammlung von digitalen Advent(s)kalendern mit unterschiedlichen Rätseln und veröffentlicht, die alle kostenlos zugänglich sind. Hier das Angebot: Virtuelle Adventskalender

Natürlich ist auch ein späterer Einstieg gerne möglich. Viel Spaß und Erfolg bei der Anwendung!

Neue Publikation: Künstliche Intelligenz in der schulischen Begabtenförderung (Karg Stiftung)

Ende Oktober veröffentlichte die Karg Stiftung die 56seitige, kostenlose Publikation „Künstliche Intelligenz in der schulischen Begabtenförderung – neue Fördermöglichkeiten, neue Herausforderungen“ (Link zur Website/Download).

In einem ersten Teil befassen sich die beiden Autoren Olaf Steenbuck (Karg Stiftung) und Andreas Terfloth (Landesinstitut für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung in Hamburg) gemeinsam mit den Grundlagen; dabei betrachten sie KI aus dem fachlichen Blickwinkel der Begabungs- und Begabtenförderung. Nutzerinnen und Nutzer lernen – aufbauend auf ihr individuelles Basiswissen zur Anwendung von KI im Bildungswesen – fokussiert die fachliche Perspektive der Begabtenförderung kennen.
In die Praxis geht es dann im zweiten Teil der Publikation, die von Andreas Terfloth gestaltet wurde. Das umfasst einsatzfertige Materialien und Chatbots sowie zusammenfassende Informationsblätter.

Von Andreas Terfloth stammt auch der begleitende Fachartikel „Neue Möglichkeiten durch KI im begabungsfördernden Unterricht: Impulse für die Praxis.