Das Dasein (be)greifbar gemacht: Wunderwerk Leben

Erst seit Ende 2024 existiert das Projekt WUNDERWERK LEBEN, das die Forscherin Sophie Imhof von New York aus auf die Beine gestellt hat.
Mittlerweile sind fünf Ausgaben des Magazins, in dem jeweils Grundlagen eines Themas anschaulich erklärt werden, erschienen. Sie meint: „Mein Magazin ist eine Einladung, das Leben in all seiner Komplexität zu hinterfragen, bizarre biologische Mechanismen zu ergründen und Dankbarkeit für das Wunder unseres Daseins zu entwickeln.“

Immer geht es um Geist, Gehirn und Bewusstsein, die Perspektive wechselt allerdings: Mal ist es Ernährung, dann Sport – und zuletzt Künstliche Intelligenz“. In anschaulicher und sehr persönlicher Sprache vermittelt Imhof, die als Postdoctoral Researcher bei Weill Cornell Medicine tätig ist, ihre Sicht der Dinge. Oft ist auch Philosophie für den Alltag mit dabei. Immer wieder kommen weitere Expert:innen kommen zu Wort.

EDITORIAL zu Ausgabe 03: XLNTTLNT wächst. Vielen Dank!

Hallo und an alle, die neu dabei sind!

Offenheit und Neugierde – das soll den Stil und Umgang hier prägen.
In einem Pitch habe ich einmal geschrieben: Hier trifft positive Psychologie auf konstruktiven Journalismus.

Und es läuft!

Die vergangenen Wochen waren von Präsentationen, Gesprächen und Recherchen geprägt. Eines führt zum anderen, und plötzlich ist man in Kontakt mit Persönlichkeiten, von denen man es nicht erwartet hätte.
Die kommenden Ausgaben sind bereits in Planung. Wenn du eine Idee für ein Thema oder einen Beitrag hast, bitte melde dich (redaktion@xlnttlnt.net).
Und bitte empfiehl uns weiter – persönlich oder durch Sharing der Beiträge. Spread the word!

Thomas

PS: Wer hat eine Idee, wo das Foto aufgenommen wurde? Ich freue mich auf Hinweise …

Begabten Gehirnen live beim Lernen zusehen – und daraus lernen

Ein Team an der Uni Tübingen forscht aktuell daran, wie sich intellektuell begabte Kinder im Grundschulalter bei Lernen und Informationsverarbeitung von Gleichaltrigen unterscheiden. Das Forschungsprojekt GIDEON steht für Giftedness, Development, and Education. MRT-Aufnahmen erfassen die Gehirnaktivität während des Ansehens von Lernvideos. Dieses Setting ist der Lebensrealität näher als z.B. Interviews oder strukturierte Gespräche und ermöglicht genauere Untersuchungen als etwa mittels EEG in Schulklassen. Damit will man die neuronalen Mechanismen aufdecken, die herausragende Lernergebnisse ermöglichen.
Die teilnehmenden Kinder wurden in Zusammenarbeit mit der Hector Kinderakademie ausgewählt.

Neurowissenschaftlicher Begleitkurs zur Studie 

Begleitend zur Studie wird ein neurowissenschaftlicher Kurs für die Kinder entwickelt, die an der Untersuchung teilnehmen. Damit will das Team unter der Leitung von Michiko Sakaki und Jessika Golle das Bewusstsein der Kinder für das eigene Potenzial zu stärken und dadurch Motivation und Lernerfolg zu unterstützen. So profitieren sie frühzeitig selbst von der Teilnahme.

Gastbeitrag von Birgit Hartel: Frühe Begabungen vor den Vorhang!

Birgit Hartel arbeitet als Klinische Psychologin und Gesundheitspsychologin in eigener Praxis in Wien (www.hochbegabung.wien) und als Trainerin in ganz Österreich. Sie studierte Psychologie, Pädagogik und Sonder- und Heilpädagogik. Ihre Themenschwerpunkte sind (Hoch-)Begabung, Lernen lernen und die persönliche Stärkenentwicklung. Sie ist diplomierte ECHA-Pädagogin (Expert in Educating the Gifted), mBETplus-Begabungscoach und Marte-Meo Therapist.
Hartel bringt ihre Erfahrungen als ECHA-Länderbeirätin für Wien und als stellvertretende Leiterin der Fachsektion Pädagogische Psychologie im Berufsverband Österreichischer PsychologInnen (BÖP) ein. (Foto: Sebastian Frank)

Die frühe Förderung von Begabungen erfährt in den letzten rund 15 Jahren deutlich mehr Beachtung. Erkenntnisse der Expertiseforschung über die Bedeutung eines frühen Einstiegs in eine Domäne legen eine interessen- und stärkenbezogene Förderung von Kindern schon vor dem Schuleintritt nahe. Aus den Bereichen Sport und Musik ist das hinlänglich bekannt. In der Regel liegt das Einstiegsalter zwischen dem dritten und achten Lebensjahr. Auch in akademischen Begabungsdomänen beginnt spätestens mit dem Schuleintritt im meist siebten Lebensjahr eine systematische Unterweisung. Einfühlsame Eltern (und ElementarpädagogInnen) reagieren jedoch bereits lange vor Schuleintritt auf die Interessen und den Wissensdurst junger Kinder und legen damit den Grundstein für eine „positive Wissensspirale beim Lernen“ (Ziegler, 2014, S. 101). Eine gut strukturierte Wissensbasis im vorschulischen Alter stellt eine notwendige Voraussetzung für spätere, schulische Lernprozesse dar. Begabte Kinder gelten dabei als erfolgreicher, Informationen aus ihrer Umwelt durch ausgeprägtes Explorationsverhalten zu integrieren. So kann bereits bei begabten Kindergartenkindern ein teilweise umfangreiches Spezialwissen beobachtet werden, das über die Lebensspanne hinweg bis zum ExpertInnenniveau ausgebaut wird. Gleichzeitig erwerben sie bereits früher Problemlösestrategien und höher ausgeprägte metakognitive Kompetenzen. Das Fähigkeitspotenzial eines Kindes rechtzeitig einzuschätzen, trägt somit zu einer entwicklungsangemessenen Begabtenförderung bei.

Kinder mit Hochbegabung brauchen Lernangebote, die zu ihrem Potenzial passen. Fehlen diese, drohen sinkendes Selbstvertrauen, Verhaltensauffälligkeiten, sozialer Rückzug oder psychosomatische Beschwerden wie Kopf- oder Bauchschmerzen. Hochbegabtenförderung ist daher kein „Luxus“, sondern Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung – und in den Kinderrechten verankert.

Eltern hochbegabter Kinder spielen eine Schlüsselrolle in der Förderung ihrer Kinder, geraten dabei aber oft selbst unter Druck. Studien zeigen: Sie brauchen Wissen, Austausch und emotionale Unterstützung. Viele fühlen sich isoliert, unsicher in Erziehungsfragen und erschöpft, weil sie zwischen institutionellen Rahmenbedingungen (in Kindergarten oder Schule) und den individuellen Bedürfnissen ihres Kindes vermitteln müssen. Sie sind gefordert, immer wieder als „Anwälte“ ihrer Kinder aufzutreten – in Schule, Kindergarten oder sogar im Freundeskreis. Fachliche Beratung, mehr gesellschaftliche Anerkennung und der Austausch mit anderen betroffenen Familien helfen, diese Aufgabe gelassener und gestärkter wahrzunehmen.

Ein Angebot, das die Bedürfnisse der Eltern hochbegabter Kinder aufgreift, ist die online-Gruppenberatung „BeGIFTed!“ der Praxis Hartel-Elementar, die jedes Monat einem anderen Thema aus dem Alltag mit hochbegabten Kindern gewidmet ist.
Am 20.10.2025 dreht sich alles um die frühe (Hoch-)Begabtenförderung. Gastexpertin Sabine Wohlfahrt, Begabungspädagogin aus Kärnten, berichtet aus ihrer Praxis und gibt Tipps zur Förderung junger begabter und interessierter Kinder. Folgende Fragestellungen stehen im Mittelpunkt: „Welche Rahmenbedingungen braucht es, um innerhalb der Familie eine begabungsfreundliche Umgebung zu schaffen?“ „Wie können Familien individuelle Stärken und Interessen fördern?“ Im Austausch untereinander entstehen sicher viele, einzigartige Förderideen! Und um die hochbegabten Eltern selber und ihre Bedürfnisse geht es übrigens am 24.11.2025.

Fazit: Hochbegabte Kinder benötigen passende Lernbedingungen – und ihre Eltern brauchen Rückhalt. Wer beides zusammendenkt, stärkt nicht nur das Potenzial der Kinder, sondern das gesamte Familienleben.

Literatur:
Hartel, B. (2021). Begabungsdiagnostik bei Kindergartenkindern. Psychologie in Österreich, 2, 147–155.
Ziegler, E. (2014). Talent und Begabung in der Kognitionspsychologie. In M. Stamm (Hrsg.), Handbuch Talententwicklung. Theorien, Methoden und Praxis in Psychologie und Pädagogik (S. 97-106). Bern: Huber.

Digitale Drehtür: In Österreichs Schulen angekommen

Die Digitale Drehtür wird seit dem Sommersemester 2025 österreichweit in ausgewählten Schulen angeboten und aktuell ausgebaut. Hier haben Schülerinnen und Schüler (nach dem in der Begabungs- und Begabtenförderung etablierten Drehtürmodell) die Möglichkeit, sich zeitweise „aus dem Unterricht herauszudrehen“ und individuelle Programme auf einer pädagogisch kuratierten Online-Plattform zu besuchen.
Das Angebot umfasst alle Schulstufen von der 1.-12. Schulstufe. Rund 370 Schulen (darunter sehr viele Volksschulen) nehmen aktuell teil, die Bundesländer Oberösterreich und die Steiermark sind führend bei der Umsetzung. Derzeit sind etwa 1.000 Schülerinnen und Schüler angemeldet und aktiv. Das Programm kann ausgebaut werden.

Das Österreichische Zentrum für Begabtenförderung und Begabungsforschung (ÖZBF) an der Pädagogischen Hochschule Salzburg ist die Schnittstelle für die Koordination mit dem Landesinstitut für Schule – Vernetzungsstelle Begabungsförderung Bremen, von dem die Digitale Drehtür entwickelt wurde, den Bildungsdirektionen und dem Bildungsministerium, das die Umsetzung in Österreich finanziert.
Außerdem forscht das Team von ÖZBF-Leiterin Claudia Resch begleitend zum Programm. Die Nominierung von Schulen erfolgt in Österreich über die Bildungsdirektionen in den Bundesländern. Schulen müssen über Lehrkräfte verfügen, die sich als Ansprechpersonen vor Ort besonders um das Thema kümmern und über ein Commitment im Kollegium.

Kontakt und Linkssammlung (ÖZBF): https://phsalzburg.at/oezbf/foerdermethoden-oezbf
Digitale Drehtür (Website aus Bremen): https://www.digitale-drehtuer-campus.de/explore

Himmel über den Alpen

Zum Start – und generell im Leben: MACHEN WIR MEHR DARAUS!

Herzlich willkommen!

XLNTTLNT – hm?

Der Name ist ein Sprach- und Wahrnehmungsspiel, die Kurzform von „eXcelLeNT TaLeNT“. Wenn man die Bedeutung einmal erfasst hat, dann bleibt sie im Gedächtnis.

XLNTTLNT eben. So soll es sein, das macht diesen Namen nochmals attraktiver!

XLNTTLNT richtet sich an Entwickler:innen von Begabungen und Talenten – im Bildungswesen, in Unternehmen und Organisationen, in der Forschung, der Familie und natürlich für sich selbst. Du bist vielleicht in mehreren gesellschaftlichen Rollen am Thema interessiert – umso besser!

Die Idee für den Newsletter und die Online-Plattform XLNTTLNT stammt von mir – Thomas GOISER. Ich habe das Projekt seit Sommer 2024 verfolgt und entwickelt. Eine Förderung im Rahmen der Wiener Medieninitiative macht nun den Start möglich. Außerdem beschäftige ich mich professionell mit strategischer Kommunikation und Sicherheit in ihren Facetten, u.a. im Podcast „sicherheitsbewusst“.

Geplant ist jetzt einmal, dass der Newsletter XLNTTLNT alle zwei Wochen erscheint. Hier gibt’s regelmäßig Praxistipps, Einblicke aus der Forschung, Infos zu Veranstaltungen, Medienangebote etc. Und das für den gesamten und vielfältigen deutschsprachigen Raum. Inhaltlich sind wir breit also aufgestellt.

Was es hier NICHT geben wird: Esoterik, Angebote für Krypto-Investments aller Art oder „besonders lukrative Anlageformen“. Stattdessen setzt XLNTTLNT auf slow & constructive Journalism, persönlichen Nutzen, spannende Menschen und positive Psychologie. Damit fördern wir die Entfaltung von Begabungen und Talenten in der Gesellschaft.

HIER kannst du dich kostenlos registrieren.

Kontakt für Feedback aller Art: redaktion@XLNTTLNT.net

Inzwischen liebe Grüße aus Wien, herzliches Dankeschön und bis bald!

Willkommen zur Ausgabe 0,5!

Mit XLNTTLNT.net startet eine Online-Plattform/Newsletter-Service für Entwickler:innen von Begabungen und Talenten – im Bildungswesen, in Unternehmen und Organisationen, in der Forschung, der Familie und natürlich für sich selbst.

Gemäß dem Motto „machen wir mehr daraus“ gibt es hier regelmäßig Inspiration, Überblick und Überraschung. Die Meldungen in diesem Newsletter erscheinen überwiegend in deutscher Sprache und deckt von Wien aus redaktionell den gesamten deutschsprachigen Raum ab. Dazu zählen natürlich Österreich, Deutschland und die Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg, Südtirol in Italien sowie die deutschsprachigen Gebiete im Osten Belgiens und im Süden Dänemarks.

Das ist insofern besonders interessant, weil in diesen Ländern unterschiedliche Bildungssysteme (Schulen, Hochschulen etc.) Lösungen für Talente und Begabungen suchen und finden – hier findet Austausch statt und werden Karrierewege geprägt.

Der nächste Schritt: Kontakt und Feedback, like & share & communicate!

XLNTTLNT steht für Weiterentwicklung. Das gilt für die/den Einzelne/n, für Organisationen, für die Gesellschaft an sich und natürlich auch für dieses Medienprojekt.

Daher ist Feedback ist herzlich willkommen – Ideen, Anregungen, Tipps und Kooperationen

einfach her damit! XLNTTLNT ist am besten via redaktion@XLNTTLNT.net erreichbar.

Du findest gut, was wir machen? – Dann bitte unterstütze XLNTTLNT: Mit einem (kostenlosen) Abo, mit einem „Like“ der LinkedIn-Seite und mit aktiver Kommunikation!

Verbreite Beiträge, die Du interessant findest, auf den unterschiedlichen Social Media Kanälen, oder in WhatsApp-Gruppen und durch persönliche Empfehlungen.

Und wenn in deiner Organisation ein Newsletter oder Intranet existiert wäre es fantastisch, wenn XLNTTLNT darin einmal vorgestellt wird.

Abschließend ein wichtiger Hinweis: Alle Beiträge hier sind mit journalistischer Sorgfalt erstellt. Sollte einmal ein Fehler passieren, bitte melden und wir finden eine Lösung und lernen dazu. Denn niemand ist fehlerlos, aber es wäre ein Fehler keine Fehlerkultur zu haben!