Begabten Gehirnen live beim Lernen zusehen – und daraus lernen

Ein Team an der Uni Tübingen forscht aktuell daran, wie sich intellektuell begabte Kinder im Grundschulalter bei Lernen und Informationsverarbeitung von Gleichaltrigen unterscheiden. Das Forschungsprojekt GIDEON steht für Giftedness, Development, and Education. MRT-Aufnahmen erfassen die Gehirnaktivität während des Ansehens von Lernvideos. Dieses Setting ist der Lebensrealität näher als z.B. Interviews oder strukturierte Gespräche und ermöglicht genauere Untersuchungen als etwa mittels EEG in Schulklassen. Damit will man die neuronalen Mechanismen aufdecken, die herausragende Lernergebnisse ermöglichen.
Die teilnehmenden Kinder wurden in Zusammenarbeit mit der Hector Kinderakademie ausgewählt.

Neurowissenschaftlicher Begleitkurs zur Studie 

Begleitend zur Studie wird ein neurowissenschaftlicher Kurs für die Kinder entwickelt, die an der Untersuchung teilnehmen. Damit will das Team unter der Leitung von Michiko Sakaki und Jessika Golle das Bewusstsein der Kinder für das eigene Potenzial zu stärken und dadurch Motivation und Lernerfolg zu unterstützen. So profitieren sie frühzeitig selbst von der Teilnahme.