4 Fragen an … Toni Kronke, stv. Geschäftsführer Teach For Austria
Toni Kronke ist Teil des Gründerteams und stv. Geschäftsführer bei Teach For Austria. 2009 schloss er sich dem ersten Fellow-Jahrgang bei Teach First Deutschland an und ist seitdem innerhalb der internationalen Bildungsbewegung Teach For All aktiv. Vor seinem Wechsel in den Bildungsbereich arbeitete Toni in Projekten u.a. in Brasilien im Bereich Capacity Building, Partizipation und demokratische Entwicklung. In Deutschland arbeitete er für Entwicklungsorganisationen mit Schwerpunkt Migration/Brain Drain, war für Bürgerradios tätig und startete Kultur- und Filmfestivals. Toni studierte angewandte Kulturwissenschaften an der Universität Hildesheim mit Schwerpunkt Medien und strategische Kommunikation sowie Audiovisuelle Technologie an der ESMAE in Porto/Portugal.
Ab wann im Leben hast Du Deine Talente und Begabungen so richtig entfalten können? Was war dafür ausschlaggebend?
Kronke: Immer dann, wenn ich die Freiheit hatte, ganz ich selbst sein und mich meinen eigenen Interessen widmen zu können.
Was hätten Deine Eltern (bzw. Lehrerinnen/Lehrer) über Dich früher wissen sollen?
Kronke: Auf Lehrer:innen bezogen: Ich werde immer den Status quo infrage stellen. Damit konnten die allerwenigsten Lehrer:innen umgehen. Und darum war Schule kein Ort der Entfaltung für mich. Dagegen habe ich rebelliert.
Welche Fragen stellen sich für Dich – in Bezug auf Begabung – immer noch?
Kronke: Unser Schulsystem teilt Kinder schon mit 10 Jahren in unterschiedlichen Schulformen auf. Um Begabung geht es bei dieser Aufteilung oft nicht. Viel mehr um den Bildungsstand, den sozioökonomischen Hintergrund und die Herkunft der Eltern. Innerhalb dieses Schulsystems bleiben so viele Potentiale einfach unentdeckt und auf der Strecke. Das müssen wir ändern, im Interesse von uns allen.
Was möchtest Du zu dem Thema Begabungsförderung der Gesellschaft gerne weitergeben?
Kronke: Begabtenförderung wird als Nischenthema behandelt. Als Gesellschaft sollte es uns aber wichtig sein, dass Menschen ihre Begabungen voll entfalten und damit ihre eigene und die Zukunft von uns allen positiv gestalten können. Lehrkräfte und Pädagog:innen sind ein großer Teil des Puzzles, aber wir alle sind dafür verantwortlich.






