4 Fragen an …. Michael Roither, Vizerektor der Hochschule Burgenland

Prof. (FH) Mag. Dr. Michael Roither, MBA ist an der Hochschule Burgenland Vizerektor für Internationales sowie Kollegiumsmitglied und leitet als FH-Professor für diesen Bereich den Masterstudiengang „Digitale Medien und Kommunikation“.  2016 war er Mitgründer der eLearning Academy for Communication GmbH, bis 2024 Geschäftsführer, bis 2025 verkaufte er seine Anteile erfolgreich. Er ist zudem seit 20 Jahren freier Journalist und Autor bei den Salzburger Nachrichten und heute u.a. Vorsitzender der Initiative Qualität im Journalismus in Österreich. 

Ab wann im Leben haben Sie Ihre Talente und Begabungen so richtig entfalten können? Was war dafür ausschlaggebend?
Ab dem Erwachsenenalter: Mit dem Beginn des selbstgewählten Studiums und des damit einhergehenden Fokus. Schule war eine tolle Zeit – aber nur in Teilen wegen der Inhalte; das System, das sich darauf konzentriert Schwächen auszugleichen, statt Stärken zu stärken, hat für mich nur bedingt funktioniert. Die Schulzeit hat mir deshalb auch eine „Sub auspiciis praesidentis“-Promotion gekostet.

Was hätten Ihre Eltern (bzw. Lehrerinnen/Lehrer) über Sie früher wissen sollen?
Wissen wenig, sondern mich mehr entscheiden lassen, was ich genau in der Schule lernen will. Nicht nur vorgeben, was ich lernen muss.

Welche Fragen stellen sich für Sie – in Bezug auf Begabung – immer noch?
Ob ich in einem anderen Feld nicht noch erfolgreicher gewesen wäre. Die Studienwahl habe ich basierend auf meinen Interessen getroffen. Aus der Hüfte. An der Inskriptionsstelle. Das Zweitfach war ein Schuss in den Ofen, das Hauptfach gleich ein Treffer.

Was möchten Sie zu dem Thema Begabungsförderung der Gesellschaft gerne weitergeben?
Das Obige: Sie sollte früh, aber sanft beginnen und stark auf das Individuum eingehen. Dazu gehört auch ein Bildungssystem, das nicht zwangsläufig in allen Stationen durchlaufen werden muss, wenn die Begabung etwas anderes nahelegt.