4 Fragen an … Bernhard Odehnal, Gründer des Online-Mediums „Zwischenbrücken“
Bernhard Odehnal stammt aus Wien, studierte Slawistik und arbeitete als Korrespondent für österreichische und Schweizer Medien in den Balkanländern und in Osteuropa. Zuletzt war er Mitglied des Investigativ-Teams beim Schweizer Medienkonzern „Tamedia“ in Zürich. Im Frühjahr 2025 gründete er in Wien ein lokales Online-Medium für den 2. und 20. Bezirk namens „Zwischenbrücken“. Im Mai 2026 erschien Zwischenbrücken auch als gedrucktes Magazin. www.zwischenbruecken.at

Ab wann im Leben hast Du Deine Talente und Begabungen so richtig entfalten können? Was war dafür ausschlaggebend?
Odehnal: Ich bin mir keinerlei besonderer Begabung oder Talent bewusst. Deshalb wüsste ich auch nicht, was sich wann oder warum hätte entfalten können.
Was hätten Deine Eltern (bzw. Lehrerinnen/Lehrer) über Dich früher wissen sollen?
Odehnal: „Manche Lehrer hassen Kinder prinzipiell. Bei dieser Disposition ist die Berufswahl originell“ (Aus dem Lied „Mittelschulkatheder“ von Christoph & Lollo. Die beiden gingen in dasselbe Wiener Gymnasium und hatten dieselben Lehrer wie ich. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen).
Welche Fragen stellen sich für Dich – in Bezug auf Begabung – immer noch?
Odehnal: Was genau ist Begabung? Wie viel kann erlernt oder erarbeitet werden? Was ist vererbt und was in der Persönlichkeit angelegt? Ich weiß es einfach nicht.
Was möchtest Du zu dem Thema Begabungsförderung der Gesellschaft gerne weitergeben?
Odehnal: Dass es immer noch ein sehr kleiner Kreis von Menschen ist, der das Privilegium genießt, gezielt gefördert zu werden. Wer als Kind das Pech hat, aus der falschen Bevölkerungsschicht zu kommen, mit Eltern, die sich gar nicht um Talente kümmern können und wer dann in Wien oder einer anderen Großstadt in einer Mittelschule landet, dessen Begabungen werden mit großer Wahrscheinlichkeit nie entdeckt.






